Dieser Artikel beschreibt die Installation von Ubuntu von der Desktop-CD – womit allerdings auch eine DVD oder ein entsprechend eingerichtetes USB-Laufwerk gemeint sein kann. Die Installation erfolgt über den Installationsassistenten Ubiquity auf ein im Rechner eingebautes Laufwerk – der Assistent unterstützt auch die parallele Installation zu einem bereits vorhandenem Betriebssystem wie z.B. Windows, einschließlich der dann meist notwendigen Verkleinerung bereits bestehender Partitionen.

Ein paar Dinge gilt es aber zu beachten, die im Folgenden erläutert werden. Sollte auf einem bestimmten Rechner die Desktop-CD einmal nicht auf Anhieb richtig booten wollen, hilft der Artikel Ubuntu-CD Problembehebung übersichtlich bei der Suche nach der Ursache. Des Weiteren kann natürlich bei Bedarf auch im entsprechenden Support-Forum um Hilfe gebeten werden.

Die Installation auf ein externes Laufwerk ist im Artikel Installation auf externen Speichermedien beschrieben.

Voraussetzungen

Die Installation von Ubuntu in der Standardvariante benötigt einen Computer mit mindestens 1 GiB Arbeitsspeicher (zu empfehlen sind 2 GiB oder mehr) und eine 3D-Grafikkarte. Für Systeme mit weniger Arbeitsspeicher oder ohne 3D-Grafik sollte auf Lubuntu bzw. dessen Alternate-CD (eine Installationsvariante ohne grafische Oberfläche) zurückgegriffen werden. Bei einer Grafik ohne 3D-Unterstützung wird der Prozessor so stark belastet, dass das System kaum sinnvoll bedienbar läuft.

Nach der Installation der jeweils aktuellen Version von Ubuntu und einer ersten Aktualisierung belegt das System auf der Festplatte ca. 3–4 Gigabyte. Hinweise und Empfehlungen zur geeigneten Festplatteneinteilung findet man im Artikel Partitionierung.

Seit etwa 2012 sind fast alle Rechner mit EFI Bootmanagement ausgestattet, welches für die 64-Bit-Variante von Ubuntu vom jeweiligen Standard-Installationsmedium direkt unterstützt wird. In den meisten dieser Geräte ist auch ein BIOS-Kompatibilitäts-Modus „CSM“ möglich. Grundsätzlich ist aber auch, z.B. auf schwachbrüstiger EFI-Hardware, die Installation des leichtgewichtigeren 32-bit-Ubuntu möglich. Wenn andere schon installierte Betriebssysteme wie Windows beibehalten werden sollen, gilt es, manches zusätzlich zu beachten.

Alle auf dem Rechner vorhandene Betriebssysteme müssen, um per Boot-Auswahl beim Rechnerstart zum erfolgreichen Booten gebracht werden zu können, im selben Modus installiert sein – d.h., in der Praxis richtet man sich bei der Ubuntu-Installation i.d.R. nach einem evtl. schon vorinstallierten Windows (ab Windows 8 in der Regel (U)EFI, während bei reinen Linux-Rechnern der BIOS-Modus ausreicht).

Vorbereitungen

Datensicherung

Wenn sich auf dem Computer schon ein Betriebssystem (wie beispielsweise Windows, Mac OS X oder ein anderes Linux-System) oder wichtige Daten befinden, sollte vor einer Installation unbedingt eine System- bzw. eine Daten-Sicherung erstellt werden. Wie bei jeder Veränderung am Computer kann immer auch etwas schiefgehen.

Unity unter Ubuntu 18.04

Da es für die Desktop-Umgebung Unity seit Ubuntu 18.04 kein eigenes Installationsmedium mehr gibt, führt man diese Anleitung zunächst mit einem Lubuntu-Installationsmedium als Minimalinstallation aus. Unity installiert man dann anschließend aus dem Terminal mit:

sudo apt-get install ubuntu-unity-desktop 

Nach dem Neustart kann man die gewünschte Desktop-Umgebung dann im Displaymanager auswählen.

Startmedium (CD, DVD oder USB-Datenträger) herstellen

Auf der Downloads-Seite hier im Wiki findet man die Links zu den ISO-Images der verschiedenen Ubuntu-Varianten. Das heruntergeladene Image ist anschließend mit einem geeigneten Programm auf einen CD- bzw. DVD-Rohling zu brennen oder als Live-USB-Medium einzurichten. Bei aktuellen Versionen wird aufgrund der Größe des Images eine DVD statt einer CD benötigt. Für ein USB-Medium ist das Vorhandensein von EFI Bootmanagement beim Rechner zu überprüfen und der USB-Stick ggf. speziell für den Start im EFI-Modus einzurichten. Bei aktiviertem BIOS-Modus kann man auf einen USB-Stick auch eine persistente Installation erstellen.

Start der Desktop-CD

Beim Start des Computers muss die Ubuntu-CD oder -DVD im optischen Laufwerk eingelegt bzw. der vorbereitete USB-Stick muss an den Rechner angeschlossen sein. Bei Netbooks ohne CD- bzw. DVD-Laufwerk bleibt nur die Möglichkeit der Installation mit einem USB-Medium – oder einem über USB angeschlossenen externen CD- bzw. DVD-Laufwerk. Wenn der Computer trotzdem wie gewohnt von der Festplatte startet (oder gar nicht startet, wenn auf der Festplatte kein Betriebssystem installiert ist), ist er nicht für den automatischen Start von CD, DVD bzw. einem externen USB-Medium eingerichtet.

Die entsprechende Einstellung erfolgt im Setup – sei es ein herkömmliches BIOS, sei es ein (U)EFI-Setup –, oder es wird das (bei Rechnern der letzten Jahre normalerweise vorhandene) Bootmenü aufgerufen. Die genaue Vorgehensweise dafür ist der dem Computer oder der Hauptplatine (Mainboard) beigelegten Anleitung zu entnehmen (vgl. etwa diese Seite 🇩🇪 oder das BIOS-Kompendium 🇩🇪). Die jeweilige Taste sollte man nach dem Einschalten des Computers sofort mehrfach drücken, gerade auch dann, wenn nichts am Bildschirm zu sehen ist.

Als erstes sollte die Desktop-CD im Standardmodus verwendet werden, bis der Willkommensbildschirm erscheint (Abbildung siehe unten). Um besondere Startoptionen festzulegen (z.B. beim PAE-Fehler; siehe auch Bootoptionen (Abschnitt „Optionen-bei-Live-Medien“)), ist dagegen beim ersten Startbildschirm mit dem kleinen Logo unten mittig eine beliebige Taste zu drücken, wodurch man in den Auswahlbildschirm für erweiterte Startoptionen gelangt.

Die Desktop-CDs aller Ubuntu-Varianten können sowohl im herkömmlichen BIOS-Modus (auch „Legacy Mode“ oder „CSM“) als auch im (U)EFI-Modus gestartet werden. Besonders wenn der Computer beide Modi unterstützt und folglich das Ubuntu-Live-System im Bootmenü zweimal erscheint – einmal mit „EFI“ oder „UEFI“ im Eintrag und einmal ohne –, hängt von dieser Auswahl beim Booten ab, ob eine eventuelle spätere Installation von diesem Medium im entsprechenden_ Modus gelingen wird. Soll ein USB-Medium verwendet werden, muss es je nach Bedarf zur Verwendung für den herkömmlichen BIOS-Modus, für (U)EFI oder für beides hergestellt und wiederum geeigneten Modus gestartet werden.

Internetverbindung

Bei der Installation muss der Rechner nicht unbedingt eine Internetverbindung haben. Mit einer solchen können aber – wenn man dies während der Installation auswählt – die zusätzlichen (deutschen) Sprachpakete https://phonelookupbase.ca , verfügbare Aktualisierungen und weitere Multimedia-Dateien automatisch installiert werden.

Um die Internetverbindung während der Installation zu aktivieren, wählt man im bereitstehenden NetworkManager (Abschnitt „Benutzung“) rechts oben im Systembereich eine Verbindung aus, wobei (entsprechende Hardware vorausgesetzt) auch UMTS möglich ist. Um sich mit einem WLAN zu verbinden, klickt man das Symbol für den Netzwerkmanager an, wählt das WLAN aus und gibt bei der darauf erscheinenden Abfrage das Passwort ein. Eine Verbindung über ein Netzwerkkabel wird in der Regel automatisch erkannt und genutzt.

Installation

Direkte Installation oder aus dem Live-Modus heraus

Willkommensbildschirm im BIOS-Modus direkt nach dem Systemstart
Ubuntu-Desktop der Live-CD – evtl. Nützliches für die Installation

Im Willkommensbildschirm sollte man zunächst die gewünschte Sprache einstellen. Dann werden diese Möglichkeiten geboten:

„Ubuntu ausprobieren“: Hierbei startet man nur ein Live-System von CD, ohne am Rechner etwas verändern zu müssen. Man kann dann aber auch aus diesem Live-System heraus Ubuntu installieren. Dieser Start eines im Prinzip vollwertigen Ubuntu-Systems bietet, selbst wenn man von vorn herein nur eine Installation vorhat, möglicherweise den Vorteil, dass man vorbereitend oder begleitend zur Installation auf bestimmte Programme zurückgreifen kann. Das zweite Bild gibt einen Überblick, mit welchen Buttons im Startmenü von Unity evtl. nützliche Werkzeuge erreicht werden können:

  1. Die Dash (vergleichbar mit dem Start-Button auf dem traditionellen Windows-Desktop) – Hier können die im System installierten Programme aufgefunden und gestartet werden.
  2. „Ubuntu installieren“ – Damit wird die nachfolgend beschriebene Installation gestartet.
  3. Der Dateimanager Nautilus (vergleichbar mit dem „Explorer“ in Windows oder der „Finder“ beim Mac) – Damit können Dateien gefunden, geöffnet und verwaltet werden.
  4. Webbrowser Firefox – Bei bestehender Internetverbindung besteht damit bereits der gewöhnliche Zugang ins Web.
  5. Textverarbeitungsprogramm LibreOffice Writer – Dieses sollte allerdings nicht für eine eventuelle Bearbeitung von Systemdateien verwendet werden; dazu ist ein reiner Texteditor zu benutzen.
  6. Ubuntu Software – Damit können im laufenden Live-System weitere in den Paketquellen von Ubuntu enthaltene Programme über das Internet nachinstalliert und genutzt werden.
  7. Die Datenträger des Systems – Sie werden weiter unten im Menü einzeln aufgeführt; per Klick werden sie wiederum im Dateimanager angezeigt.

Ferner können folgende Programme nützlich sein, die nur über die Dash (den Startbutton ganz oben links) verfügbar sind, etwa:

  • Der Texteditor gedit – um ggf. Systemdateien zu bearbeiten
  • GParted – umfangreiches Werkzeug, um die Partitionen auf Datenträgern (wie Festplatten) zu bearbeiten; unter Umständen komfortabler und mit mehr Möglichkeiten ausgestattet als das im nachfolgend beschriebenen Installer integrierte Partitionierungswerkzeug
  • Das Programm „Bildschirmfoto“ – um Screenshots (d.h. ein Abbild des aktuellen Bildschirms oder eines Fensters darauf) zu erstellen und in eine Datei zu speichern, z.B. während der Installation (Tipp: Um Screenshots außerhalb des Live-Systems verfügbar zu machen, kann man sie unter Verwendung von Firefox auf einen Cloud-Dienst hochladen.)

„Ubuntu installieren“: Damit wird die Installation von Ubuntu direkt gestartet, ohne in ein umfassend ausgestattetes System mit Benutzeroberfläche und Programmen zu gelangen.

[Quelle: https://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu_Installation/]

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Linuxbefehle

9. Oktober 2019